Die Stadtwerke als Vorreiter für erneuerbare Energien im urbanen Raum: modernste Wärmepumpen-Technik und Sonnenstrom für ein Mehrparteien-Haus am Kaiser-Wilhelm-Ring. Mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe können jährlich bis zu 24 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart werden.
Das innovative Versorgungskonzept der Stadtwerke besteht aus einem PV-Pachtmodell und einem Wärme-Contracting, das zum ersten Mal in dieser Form in einer Wohnhausanlage erfolgreich umgesetzt wurde. Das besondere Merkmal der neuen PV-Anlage ist der Neigungswinkel von 15 Grad. Diese Bauweise ermöglicht eine optimierte Solarnutzung über den gesamten Tagesverlauf und reduziert gleichzeitig Lastspitzen zur Mittagszeit.
Die neue Heizungsanlage ersetzt ein Mini-Blockheizkraftwerk mit Gastherme; letztere bleibt zur Sicherheit bestehen und kann als Notheizung genutzt werden. Durch die neue Luft-Wasser-Wärmepumpe können bis zu 24 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Das Energiekonzept der Stadtwerke deckt rund 35 % an Eigenstromnutzung im Mehrparteienhaus am Kaiser-Wilhelm-Ring ab. Der restliche Strombedarf wird ebenfalls durch die Stadtwerke Amberg mit 100 % Ökostrom abgedeckt.
„Die Stadtwerke haben uns während der letzten Monate vorbildlich unterstützt und sind uns stets auch in schwierigen Situationen als wohlwollender Partner zur Verfügung gestanden. Wir sind froh, nun eine zukunftsgerichtete Heizungsanlage in unserem Haus zu haben, das den Wärmebedarf der Parteien decken kann“, freut sich Eigentümer Martin Schötz.
Mit dem Pachtmodell finanzieren die Stadtwerke als Eigentümer die PV-Anlage und unterstützen zusätzlich bei der organisatorischen Betriebsführung. Der Kunde ist beim Pachtmodell der Anlagenbetreiber und nutzt den Strom weitgehend selbst; dafür gibt es innerhalb der nächsten 20 Jahre eine garantierte Einspeisevergütung für den überschüssigen PV-Strom. Für den direkt bezogenen Solarstrom entfallen Netzentgelte sowie sämtliche Steuern und Umlagen, sodass der Preis spürbar unter dem marktüblichen Niveau liegt. Das erste große Wärme-Contracting-Projekt der Stadtwerke ermöglicht den Betrieb der neuen Heizungsanlage inklusive des Bereitschaftsdienstes für die nächsten zehn Jahre. Dazu gab es Fördermittel des Bundes in der Höhe von 30 %.
„Der Umstieg von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpenanlage bedeutet eine größere Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Wir freuen uns über das gelungene Contracting und bedanken uns bei allen Beteiligten für die unkomplizierte Umsetzung“, wie Maximilian Deget, der stellv. Technische Leiter der Stadtwerke, zufrieden berichtet.